Rise in Mindfulness.


Rhythmus der Natur - November

Zeit des Rückzugs zu den Wurzeln    

Die Energie des November steht ganz im Zeichen der Vergänglichkeit.

Der Rückzug des Lebens aus der aktiven Zeit erreicht ihren Höhepunkt. Im November hat der Herbst sein buntes Farbenspiel beendet. Neblig und kalt herrscht nun ein ungemütliches Wetter draußen. Das typische Herbstwetter fängt jetzt erst richtig an. Von den kahlen Bäumen, die im matten, nassgrauen Licht wie Spukgestalten aussehen, tropft der Nebel. Die Erde riecht nach Moder und Humus.    

In den dichten Nebeln des November verschwimmen die klaren Konturen der Wirklichkeit, fast unwirklich erscheint die Welt im Nebel. Die Grenzen der alltäglichen Welt werden durchlässiger. Andere Welten und andere Ebenen des Bewusstseins rücken nahe heran und gewinnen an Kontur. Im Schutz des Nebels, so hieß es früher, wagen sich jene Wesen hervor, die für uns sonst nicht sichtbar sind.

 

Die Themen des November

Jeder kennt diese besonderen Augenblicke. Plötzlich flackert eine Erkenntnis auf, dass die sichtbare Welt nicht die einzige Realität sein könnte, die für uns Bedeutung hat und es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als das Auge zu erkennen vermag. Meist verdrängen oder vergessen wir diese kurzen Momente schnell wieder oder schreiben sie dem „Zufall“ zu, Jenem magischen Wort, das alles zudecken kann, was abweicht von dem was wir als „normal“ oder „wirklich“ definieren. Unser „gesunder Menschenverstand“ weiß diese Erfahrungen einfach nicht einzuordnen.

Beim Spaziergang alleine im Wald, wenn die Finsternis ganz nah an uns heranrückt und uns der Nebel der gewohnten Welt entfremdet, stellt sich eine Ahnung davon ein, dass es nicht nur ein „hüben“, sondern auch ein „drüben“ gibt, eine Existenz außerhalb unserer materiellen Wirklichkeit. Der Weg dorthin war in allen Religionen eine Selbstverständlichkeit. Wollen wir ihn beschreiten, dann betreten wir Räume, von denen unsere Logik keine Vorstellung entwickeln kann.

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"Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein“  
Voltaire, französischer Philosoph 1694 - 1778