Rise in Mindfulness.


Was Körperpräsenz mit unserem Zeitempfinden zu tun hat

Eine MindBody-Verbindung der besonderen Art

 

Es gibt Kalender und Uhren, um sie zu messen, 
aber das will wenig besagen, denn jeder weiß, 

dass einem eine einzige Stunde wie eine Ewigkeit vorkommen kann, 

mitunter kann sie aber auch wie ein Augenblick vergehen – 

je nachdem, was man in dieser Stunde erlebt. 

Denn Zeit ist Leben. Und Leben wohnt im Herzen. 

 

Michael Ende

Buch Momo

Bild: Fotolia 

 

Wenn etwas besonders schön ist, würde man die Zeit vielleicht am liebsten anhalten können, oder die Zeit gern zurückstellen können, um es nochmal von vorne zu erleben. Krisenzeiten würden man vielleicht gern schneller vergehen lassen. Ein Zeitphänomen empfinden viele Menschen kollektiv, nämlich dass Zeit uns schneller vergeht, je älter wir werden. Woran kann das liegen?

 

Unsere Lebenszeit-Wahrnehmung variiert je nach Kontext. Das unterschiedliche Erleben einer Zeitspanne wird dabei davon beeinflusst, mit welchen Sinnen wir sie wahrnehmen. Denn Lebens-Zeit steht uns nicht nur als Gegenwart, sondern auch als Erinnerung zur Verfügung. 

 

Während der Tagesroutine vergeht Zeit scheinbar schneller. Ganze Stunden können uns aus dem Bewusstsein verschwinden. Dagegen während wir etwas intensiv erleben, scheinen wir die Zeit vielleicht zu vergessen, aber in der Erinnerung dehnt sie sich, weil uns durch die Intensität des Erlebens so viele Eindrücke bleiben.

 

Der Freiburger Psycho-Physiker Marc Wittmann, hat den aktuellen Stand der Psychologie das Zeitempfindens in einem Buch erläutert. Er beschreibt, wie am Münchner Institut für Medizinische Psychologie der erste direkte Nachweis erbracht werden konnte, zwischen einer Verbindung zu eigenen Körpervorgängen und der Einschätzung einer Zeitdauer (Zeitreproduktionsaufgabe).


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"Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein“  
Voltaire, französischer Philosoph 1694 - 1778